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Monat: Oktober 2019

Porrada Geek! #66

Gestern war wieder so ein Tag, den ich gerne übersprungen hätte. Im Geschäft nur Chaos und beim Jung ins Training bringen wurde ich auch noch geblitzt. Und das passiert mir nur alle Schaltjahre. Aber genau das sind dann die Gründe nicht das Training ausfallen zu lassen. Die kleine Flucht aus dem Alltag.

Nach dem Aufwärmen und den Drill Übungen, diesmal wieder Selbstverteidigung, wie schon erwähnt meine Lieblingsrichtung im BJJ, ging es weiter mit dem Over Hook. Wenn man Übungen immer wiederholt, dann bringt das schon Einiges. Ich hatte diesmal viel weniger Probleme meine Beine in die richtige Position zu bringen. Jedoch bei den Submissions habe ich immer noch nicht den Dreh raus. In den letzten Trainingseinheiten war es der Choke. Diesmal war es ein Lock der Armes. Ich habe es einfach nicht hinbekommen, den Arm des Gegners in die richtige Position zu drehen damit mein Hebel eine Wirkung hat. Wobei ich auch das dumpfe Gefühl habe, das er den Arm gedreht hat und ich dann eigentlich in einen Omoplata wechseln sollte. Denn andere Position, andere Antwort.

Das ist auch ein Thema, dass mich schon länger beschäftigt. In den Übungen macht der Traininspartner eigentlich immer mit. In den Sparring Runden ist das nicht der Fall. Deswegen habe ich auch Schwierigkeiten meine Technik anzusetzen. Und das wiederum macht mir zu denken, ob die gelernten Techniken „on da streez“ funktionieren. Wobei auf der anderen Seite ich im Training mit BJJ Kenner und Könner sparre und in normalen Leben man eher auf Kampf-unerfahrene Personen trifft. Das werde ich jedoch und damit zum Glück vielleicht nie erfahren.

Oss!

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Porrada Geek! #65

Nach langer Zeit konnte ich mal wieder an einem Samstagstraining teilnehmen. Meine Frau war auf einem Qi Gong Seminar und durch mein frühes Aufstehen konnte ich alle Pflichtaufgaben bis um 11 Uhr erledigen. Also ab ins Training.

Nach dem Aufwärmen ging es dann gleich mit Grip Fighting los. Danach zwei Take Down Übungen. Einmal herunterziehen und mit dem Fuß den Standfuß des Gegners blockieren. Das ist der Collar-Drag Takedown, der auch gern Faceplant genannt wird. Und dann, sollte man den Fuß verpassen, den Übergang in den Single Leg Takedown. Im letzten Samstagstrainingspost habe ich auch vom Grip Fighting und meinem Muskelkater in den Händen geschrieben, das ist heute nicht viel anders.

Aber es ist nicht nur in den Händen. Meine Schultern, Trizeps, Waden und auch Schienbeine (ich wusste gar nicht, dass es dort auch geht) sind betroffen. Ich bin immer noch erstaunt, wie viel höher die Intensität beim Samstagstraining ist. Und den allgemeinen Stimmen zu folgen, ist diese bei den Wettkämpfen noch höher.

Das Sparring war klasse. Auch wenn ich immer noch zu viel Nachdenke und immer wieder ins Stocken komme und nach 3 bis 4 Runden konditionell so kaputt bin, dass eh kaum noch etwas klappt. Doch hat mich ein Blue Belt eine Abfolge von Triangle zur Armbar bis zur Omoplata durchführen lassen. Das hat mich aufgebaut. Kein entsetztes „WAS MACHE ICH JETZT!“ im Kopf. Und einmal konnte ich auch in den Rücken kommen, meine Hooks ansetzen und ein Rear Naked Choke ansetzen. Leider war dieser nicht sauber und ich habe es nicht zum Tap geschafft.

Apropos Rear Naked Choke. Diese Submission hat mich dann noch den kompletten Samstag verfolgt. Zwei Kämpfe der UFC Fight Night 162 in Singapur wurden so beendet eines davon der Main Fight Maia vs. Askren. Und beim Surfen wurde mir diese alte Video gezeigt. Wie schon geschrieben sah mein Choke nicht so aus. =)

Put to sleep after school fight from r/fightporn

Oss!

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Porrada Geek! #64

Als ich vorgestern meinen Post geschrieben und online gestellt habe, konntet Ihr sicherlich den leichten Frust, den ich in mir hatte, spüren. Das Training am Montag war gut, jedoch das Sparring hat stark an meinen Nerven gezerrt. Ich habe wären den Runden gefühlt nur auf die Mütze bekommen. Ja, drei Runden habe ich gegen zwei Blue Bule Belts und gegen eine höheren White Belt durchgeführt. Und das ich da nicht glänze, akzeptiere ich ja noch. Aber die restlichen zwei Runden waren gegen zwei Neue. D.h. mit einem Jahr mehr an Erfahrung hatte ich schon die Erwartung nicht ganz so ungeschickt zu sein. Das hat mich echt mitgenommen.

Gestern habe ich dann das Training genutzt, um mir einen der Zwei als Trainingspartner zu schnappen. Er ist auch in der gleichen Größe, jedoch muskulöser/massiger. Die Übungen waren OK und wir konnten gut dem Stoff folgen. Es ging weiter mit dem Over Hook und was man machen muss, wenn die Bewegungsfolge von Montag unterbrochen/gestört wird. Mein Choke hat auch diesmal nicht geklappt, irgendwie bekomme ich das nicht hin. Und als es dann in die Submission ging, klappte alles gut und am Ende habe ich den Arm meines Partners „herausgenommen“ um seine verletzte Schulter nicht zu gefährden. Das wurde nicht erfreulich aufgenommen. „Du machst Dir die Technik kaputt. Den Druck auf die Schulter musst Du über die Hüfte dosieren und nicht indem Du die Technik versaust.“ Selbst mit dem Versuch zu erklären, dass ich es nur für meinen Trainingspartner machen, konnte ich mich nicht freikaufen. Und da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Ich habe noch eine Baustelle, an der ich arbeiten muss. Und das ist nicht physisch, sondern eher psychisch. Denn ohne meinem Trainingspartner zu Nahe zu treten, seine Technik ist wie erwartet auf dem Niveau eines Starters. Aber er hat Masse, er hat Kampf-/Sparringerfahrung und das wichtigste er hat den Kampfgeist. Deswegen fällt mir das auch so schwer gegen Ihn zu kämpfen. Und es ist bei mir im Unterbewusstsein so verankert, das sogar in der sicheren Umgebung der Übungen ich immer noch aufpasse. Ich habe eine neue Aufgabe.

Oss!

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Porrada Geek! #63

Unglaublich, aber wahr. Ich habe es mal wieder ins Training geschafft. Nachdem ich mir am vergangenen Wochenende beim heroischen Keller aufräumen den Schultermuskel gezerrt habe, dieser versteift den Schulternerv zerdrückt hat, war das Training gelaufen. Eigentlich war fast alles gelaufen. Nun gut, Vergangenheit, weiter geht es.
Nach einem kurzen Aufwärmen ging es wieder in die Closed Guard. Diesmal war der Over Hook mit nachfolgendem Choke dran. Und es war auch die einzige Übung, die wir trainiert haben. Hat mir gut gefallen, denn man konnte sich darauf konzentrieren. Und mit meinen langen Füßen war es auch eine Herausforderung zum Üben.
Und dann ging es schon ins Sparring. Vor langer Zeit habe ich mal geschrieben, dass ich eine leichte Idee bekommen, wie alles zusammenhängt. Irgendwie kann ich das nicht mehr behaupten. Kennt Ihr den Hype-Zyklus, mit dem neue Technologien bewertete werden?

Gartner Hype Zyklus

Genau so komme ich mir vor, schön im tiefen Tal der Enttäuschung. Aber das ist auch gut so, denn jetzt geht es bergauf meinem Ziel entgegen.

Oss!

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Porrada Geek! #62

Jipiee! Ich habe es wieder mittwochs ins Training geschafft. Unglaublich wie lange ich brauche um wieder reinzukommen, aber ich komme wieder rein. Und das ist auch gut so, denn man soll sich ja vom Muskelkater nicht in die Knie zwingen lassen.

Und auch wenn er mich nicht in die Knie gezwungen hat, gespürt habe ich ihn bei den Aufwärmübungen. Danach ging es in die Wiederholung des Hip-Bump-Swipe vom Montag. Ich habe diesmal mit einem Neuen die Übungen gemacht. Und da er kein Gi hatte, musste ich ein wenig improvisieren. Eine kleine neue Erfahrung. Und ich habe eh Bock irgendwann das NoGi zu machen. Der Neue ist einen Kopf kleiner als ich und so gingen die Übungen zwar gut, aber ich hatte echt noch mehr Probleme meine langen Beine rumzuwuchten. Die Trainingseinheit der Herausforderungen. =)

Als Übung stand heute der Kimura aus der Closed-Guard an. Auch wenn ich immer noch nicht ganz greifen kann, wie man diesen Griff im Kampf einsetzten kann, durch ein paar neue Details passen die Bewegungen immer mehr ineinander. Interessant auch den Neuen zu erleben, wie er die Übung aufgefasst hat. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass mein Professor (um mal die richtige brasilianische Bezeichnung zu verwenden) das letzte Mal genau das Gleiche gezeigt und auch die Details erwähnt hat, aber ich selbst war nicht so weit das zu hören, verstehen und umzusetzen.

Beim Sparring habe ich mir diesmal ein paar Blue Belts ausgesucht. Ok, Ok. In der dritten Runde wurde ich ausgesucht. Es war ein wenig frustrierend, denn durch seine Verletzung hat er einen Arm nur sehr sporadisch eingesetzt. Ich konnte aber einen lommelichen* Triangle ansetzten. Und das hat mich aufgebaut.

Jetzt kuriere ich meinen Muskelkater aus und freue mich auf nächsten Montag.

Oss!

 

 

 

*schwäbisch für schlaff, kraftlos. Natürlich in Bezug um einen Blue Belt aufzuhalten.

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Porrada Geek! #61

Und wieder musste ich einen Mittwoch aussetzen. Das Training am letzten Montag hat mich echt geschlaucht. Zusätzlich kamen noch ein paar, sagen wir mal mentale, Problemchen hinzu. Und ich hätte auch beinahe deswegen den gestrigen Termin fatzen lassen. Aber meine Frau und eine Stimme in mir haben mich zum Training gezogen. Und es war gut so. Denn manchmal braucht man einfach diese körperliche Aktivität um den Kopf gerade zu bekommen.

Nach der Solo Aufwärmphase sind wir zu Partneraufwärmübungen gewechselt. Mal wieder eine nette Abwechslung und die Motivation noch eine Wiederholung zu machen ist höher. Endlich mal wieder frisches Blut in die angetrockneten Muskeln gebracht.

Die Übungen des Tages waren Hip-Bump-Swipes. D.h. aus der Closed Guard raus, rein in die seitliche Brücke oder seitliches Plank (oder wie man es auch nennen will) und dann mit dem Bumb den Gegner auf den Rücken befördern und gleichzeitig in die Mount gehen. Einfach gesagt, schwerer umgesetzt. Denn wenn man nicht den richtigen Winkel, Abstand und Schwung hat, dann ist der Gegner echt ein schwerer Brocken. Ich war ganz zufrieden mit meiner Leistung.

Das Sparring war herausfordernd. Ich habe auch seit langem mal wieder mit einem Bluebelt Anwärter gerollt. Unglaublich wie ich immer noch hin und her geworfen werde. Dafür hat mich dann ein Neuer gefragt, ob er mit mir langsam rollen darf. Und ich habe zugestimmt, um auch ein wenig wieder Luft zu schnappen. Genau die Runden, die ich am Ende noch verkraften konnte.

Ja, es sind ein paar Neue dazugekommen. Mich freut das und ich hoffe, dass auch ein paar länger bleiben. Leider jedoch kommen nicht nur neue hinzu, gestern war auch das letzte Training von einem „Bruder“, der mir viel beigebracht hat. Er geht zurück nach Brasilien. Hier im Blog wurde er schon ein paar Mal als Blue Belt erwähnt.

Alles Gute für deine Zukunft und keep rollin‘ Yuri! (Instagram)

Oss!

 

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Porrada Geek! #60

Den 1. Oktober immer im Visier und wegen meiner langen Fehlzeit, habe ich etwas völlig übersehen. Und zwar, dass ich am 19. September mein Einjähriges hatte. Aber dazu mehr in einem #Projekt55 Artikel.

Letzten Montag war für mich wie das erste Mal. Nach der langen Pause… ich wiederhole mich. Der Muskelkater hat erst ab Freitag nachgelassen, d.h. ich war letzten Mittwoch nicht im Training. Das sind Startschwierigkeiten. Gestern war es dann ein wenig besser. Das Aufwärmen war nicht so heftig.

Nach den obligatorischen Übungen haben wir uns mit „Griff Kampf“ weiter aufgewärmt. Wie ich erfahren habe, wird es im Judo Kumi-kata genannt. Und mein Trainingspartner hat mir dann auch noch den Judo Griff gezeigt. Das Ganze ging echt gut vonstatten trotz meiner lädierten Hand.

Als Übungen haben wir einen Sweep aus der Closed Guard gelernt. Closed Guard öffnen dann in die Open Guard und Knee Shield. Und dann die Hüfte „aus der Mitte nehmen“ um den Gegner umzuwerfen. Begleitet entweder durch das Wegdrücken der Knies mit dem Fuß oder dem Scissor Sweep für so Langbeiner wie mich. Das klappte sogar ziemlich gut. Auch wegen der vielen Tipps, die ich von meinem Trainingspartner bekommen habe.

Sogar während des Sparrings konnte ich den Sweep bei verschiedenen Gegnern ansetzen. Auch, wenn ich diesmal mit meinen Sparringrunden insgesamt nicht zufrieden bin. Meine Gegner haben mit mir mehr gespielt als mir lieb war. Nun ja, so habe ich auch mitbekommen an welchen Stellen ich noch zu arbeiten habe.

Oss!

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