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Massimo Castell Beiträge

Porrada Geek! #30

Ich habe mich zu einer Zwangspause entschlossen. Die Erkältung, die ich herumschleppe, wollte ich auskurieren. Wie es aussieht, ist das immer noch nicht der Fall. Wieder war ich im Training komplett kaputt auch total durchgeschwitzt. Ich muss wohl mit härteren Bandagen kämpfen dagegen ankämpfen.
Ansonsten war das Training gut. Am Montag wurde mit einem neuen Kapitel begonnen. Aus der Closed Guard in die Side Mount. Der Bewegungsablauf war echt wieder eine Herausforderung, ich konnte mich jedoch gut schlagen. Mein Trainingspartner hatte auch Lob für mich. Dies hat mich aufgebaut nach 1 1/2 Wochen Pause.
Am Ende wurde das Positionssparring neu aufgestellt. Es waren 4 „Stationen“ und der Rest hat in einer Reihe gewartet. Wenn eine Paarung eine Endposition erreicht hat, wechselte der aus der Reihe durch. Nach einer bestimmten Zeit wechselte derjenige in der Station durch. Die Wartezeit in der Schlange, die mich am Anfang ein wenig gestört hat, wurde gegen Ende mein bester Freund.
Apropos Warteschlange. Ich war überrascht, wie viele wir jetzt im Kurs sind. Ein paar neue Gesichter und irgendwie waren auch alle da. Das waren echt ne Menge Leute.

Meinen kaputten ersten Gi habe ich auch in der Zwischenzeit zurückgeschickt. Ich bin, was das betrifft, eigentlich ein sehr sentimentaler Mensch. Aber ich habe mich überwunden. Einem alten Hund kann man doch Tricks beibringen. Der Support von BJJFightgear.com war auf jeden Fall sehr hilfreich und zuvorkommend. Und ein besseres Modell plus ein neuer Gürtel sind dank Rabatt ohne Aufpreis schon auf dem Weg zu mir.
Letzten Mittwoch hätte ich übrigens sowohl das 30. Training wie auch, fast auf den Tag, ein halbes Jahr BJJ gehabt. Aber ich will ja nicht sentimental sein. =)

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Porrada Geek! #29

Heute ging es weiter mit der Wettkampfanalyse. Der Schwerpunkt diesmal war eine weitere Option in der Closed Guard, sollte der angedachte Choke nicht funktionieren. Angedacht war, dass man den Schwung des Gegners ausnutzt, um ihn umzuwerfen und dann in der Mount zu landen. Eine Bewegung die, natürlich, Kraft in der Hüfte benötigt. Ganz mein Ding, nach dem Training am Montag. Mein Trainingspartner war auch meine Gewichtsklasse und Größe und schon hatte ich Probleme ihn umzuwerfen. Ich habe noch soooo viel zu lernen.

Als Nächstes wieder eine Armbar. Juji Gatame, wenn ich mich noch recht erinnere. Das ist eine Bewegung, die mir sehr liegt, auch wenn ich heute nicht so lange dazugekommen bin sie zu üben.

Die letzte Übung war das Behalten der Kontrolle, wenn der Gegner aus der Closed Guard ausgebrochen ist und versucht mit Griffen an die Hose in die Side Control zu gelangen. Dies hat meiner Hose den letzten Rest gegeben. Jetzt ist eine Neue fällig.

Das Sparring war heute wieder sehr anstrengend und ich habe wieder viele Blessuren mitgenommen. Auch durch das ständige Greifen kann ich kaum noch meine Finger bewegen. Ich erwarte den Tag so sehnsüchtig, an dem ich nach dem Training angestrengt aber nicht kaputt bin.

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Porrada Geek! #28

Am Wochenende war mein Team auf der Submissão 2019. Sie haben sich wacker geschlagen, jedoch nur einem Sieg errungen (interessantes Wort, eigentlich sollte ich erjiujitsut schreiben). Deswegen stand das Training unter dem Motto Fehlerkorrektur.

Angefangen haben wir mit der Armbar. Diese hatte ich ja schon im Trainingsplan, sie zu wiederholen war sehr gut. Ich habe sie zwar grob verstanden, aber beim Sparring konnte ich sie nicht abrufen.

Danach gab es die Wiederholung der „Forcing the guard“. Auch hier konnte ich ein paar mehr Details abgreifen. Wobei ich immer noch feststellen muss, dass meine Kondition und meinen Gelenkigkeit der Hüfte sehr zu wünschen übrig lassen.

Das Sparring hat mich wieder komplett fertig gemacht, aber ich habe diesmal alle drei Runden mitgemacht, auch wenn ich die Pausen in die Länge gezogen habe. Und hey! Mir ist diesmal sogar eine Armbar gelungen. Und das bei meinem Trainingskollegen, dem ich in etwa auf meiner Stufe sehe. 

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Porrada Geek! #27

Weiter ging es mit den Chokes. Diesmal war es der Baseball Choke mit dem eigenen Gi. Ich finde es immer wieder faszinieren, wie man den Stoff des Gegners oder auch den eigenen benutzt, um damit die Überhand zu gewinnen. Auf der anderen Seite frage ich mich dann auch immer, warum man auf dieser Tradition beharrt. Schließlich haben die Gracies ja auch mit den Traditionen des Jiu Jitsu gebrochen, um daraus das effektivere Brazilian Jiu Jitsu zu entwickeln.

Ich muss da an die ersten UFC Veranstaltungen denken, bei denen Royce Gracie in kompletter Gi Montur angetreten ist und trotz diesem „Nachteil“ alle weggefegt hat. Auch fällt mir das Video von Chewjitsu ein, bei dem er spaßeshalber zeigt, dass das Gi tragen und damit kämpfen doch nicht so ganz unrealistisch ist.

Insgesamt geht es mir immer noch nicht viel besser. Ich bin sehr schnell aus der Puste und mir ist sehr heiß während des Trainings. Ich denke, dass ich eine Erkältung in mir habe, die noch nicht ausgebrochen ist oder es ist immer noch die von Anfang des Jahres, die ich nicht auskuriert habe.

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Porrada Geek! #26

„In die Guard ziehen“. Wieder so ein Spruch der mich daran erinnert, dass BJJ lernen wie eine fremde Sprache lernen ist. Es bedeutet genau das, was es sagt. Aus dem Stand den Gegner auf den Boden und meine Closed Guard ziehen. Interessant war, wie ich sofort wieder an die De la Riva gedacht habe. Sollten das die ersten Anzeichen sein, das ich Verbindungen erkenne?

Auch hat mich eine kurze Session mit dem Kollegen vom letzten Mal, etwas Neues in meiner Postura zu erkennen.

Thema der Trainings waren heute 4 Chokes aus der Closed Guard heraus. Helio-Choke, Cross-Choke, den umgekehrten Helio Choke, wenn man die erste Hand nicht sauber platziert hat (so nenne ich ihn, da mit der Name gerade nicht mehr einfällt), und einen bei man den Arm Richtung Becken drückt damit den Gegner mit seiner eigenen Schulter choked.

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Todo.txt – Die einfache ToDo Liste

Ich bin immer auf der Suche nach eine Möglichkeit meine Aufgaben zu notieren, damit ich auch nichts vergesse. Und so habe ich über die Jahre schon viele ToDo Programme durchprobiert. Nicht viele haben mich langfristig an der Stange gehalten.

Im Büro verwende ich Outlook. Als zentrale Stelle für Kalender und Emails ist es auch der richtige Ort für meine Aufgaben. Und die Kopplung zu OneNote ist mehr als gut. Zusätzlich habe ich noch ein paar Helferlein, die meine Arbeitsweise noch mehr unterstützen.

Jedoch steht mir diese Umgebung privat nicht zur Verfügung. Ich habe etwas gesucht, dass einfach und über alle meine Systeme hin benutzbar ist. Und dabei bin ich auf eine simple Textdatei gestoßen.

ToDo.txt ist nicht nur der Name der Textdatei, nein es ist ein ganzes System ausgedacht von Gina Trapani. Sie hat diverse Namenskonventionen festgelegt, um in einer simplen Textdatei Aufgaben zu sortieren und bearbeiten. Alles nachzulesen auf dieser Seite.

So sieht eine Zeile und damit eine Aufgabe im Maximum aus.

Das erste Zeichen „x“ ist die Checkbox, ob eine Aufgabe erledigt ist oder nicht. Gefolgt von der Priorität in runden Klammern. Danach Data für den Abschluss und Erstellung. Gefolgt vom eigentlichen Aufgabentext und den Merker für Projekte „+“ und Kontext „@“. Zum Schluss die Deadline.

Wie man sieht, beinhaltet die Zeile alle Informationen die notwendig sind. Und mit einem ordentlichen Texteditor wie unser beliebtes Notepad++ kann man ohne Probleme z.B. alle Zeilen die als Projekt „+Wohnung“ haben sofort finden. So habe ich eine Zeitlang alle meine Aufgaben verwaltet. Einen kleinen Teaser habe ich ja in meinem „Jedi Tricks – Windows – Tastatur Shortcuts“ Beitrag erwähnt.

Und damit sind wir bei dem riesen Vorteil dieser Methode. Die Textdatei kann mit Allem bearbeitet werden und ist damit super flexibel. Und das eröffnet auch gleich alle Tore, um allerlei kompatible Programme zu erstellen. Sehr viele findet man auf der Homepage https://todotxt.org/

Nachdem ich vom Notepad++ als ToDo.txt Editor weggegangen bin, habe ich das kleine portable Tool todotxt.net verwendet. Eine simple GUI mit vielen Keyboard Shortcuts. Genau was ich liebe.

Trotzdem habe ich immer sehr neidisch auf Gina geschaut. Denn das eigentliche Tool, das Sie geschrieben hat, ist ein Kommandozeilen Tool (cli – command line interpreter). Wunderschön und simpel, aber nur für Mac oder Linux. Für Windows / DOS gibt es leider nichts.

Also gab es nur eine Möglichkeit. „Massimo setzt dich hin und programmiere es selbst!

Und so ist es entstanden. Ich habe mir ein rudimentäres Grundgerüst geklont und die letzten Tage immer mehr Features ran gebaut. Jetzt habe ich ein kleines feines Python Programm, dass meine ToDo.txt nach den Regeln bearbeitet. Es ist noch nicht ganz fertig und ich werde noch mehr Funktionen einbauen, die den Tastaturkürzeln von todotxt.net entsprechen.

Ich nehme gerne Wünsche und Anregungen entgegen. Downloaden und Kommentieren könnt Ihr es auf der dazugehörigen Github Seite.


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Don’t tap the white tile – AutoHotkey Bot

Ich sehe gerade, dass ich hier noch nie etwas über Phrase Express und AutoHotkey geschrieben habe. Das Eine vorher, das Andere jetzt, sind eigentlich mein Rückgrat in meiner täglichen Arbeit. Das muss ich unbedingt als Jedi-Tricks verbloggen.

Doch kommen wir zur Überschrift.

Ich bin vor Kurzem auf dieses Video von CodeBullet (Channel) gestoßen. In diesem erstellt er ein Python Bot für das Spiel „Don’t tap the white tile“ oder „Piano Tiles“ auf sehr unterhaltsame Weise. Ich kann euch eh den ganzen Kanal nur empfehlen.

Das hat mich auch inspiriert. Ich habe schon vor Monaten mal versucht mit Python Forza Horizon 2 auf der XBox zu steuern. Das klappte jedoch nicht so gut, da das Koppeln des PCs mit der XBox mehr schlecht als recht war. Also am besten ein Spielt auf dem PC steuern. Da ich aber kein Abklatsch machen wollte, habe ich mir vorgenommen, dies mit AutoHotkey zu realisieren.

Ich habe das Spiel online auf dieser Seite gefunden. Der Bot und die Zeiten und Koordinaten sind auf diese Version eingestellt. Das muss natürlich von Umgebung zu Umgebung angepasst werden.

Das Skript startet mit den üblichen Umgebungseinstellungen für AutoHotkey.

#SingleInstance, force
#NoEnv 
SendMode Input
SetWorkingDir %A_ScriptDir%

Der nächste Block ist die Umgebung für den Bot. Mit persistent wird der Bot am Laufen gehalten. Deswegen wird er auch sofort pausiert.

Dann folgt der Settimer Befehl mit dem ich die Unterroutine spalte1 jede 10 Milisekunden (laut AutoHotkey Dokumentation nur annähernd) aufrufe. Zu den Unterroutinen komme ich gleich.

Und ganz wichtig bei Skripten, die Eingaben und die Maus steuern immer! eine Möglichkeit einbauen um das Skript zu pausieren oder gar abzuschalten. Ich habe F1 als Pause/Play Taste und ESC als Abbruch des Skriptes. Im Video von CodeBullet kann man schön sehen, was passieren kann, wenn man das vergisst.

#persistent
pause
Settimer, spalte1, 10

F1::pause
esc::exitapp

Jetzt kommen die Subroutinen für jede Spalte des Pianos. Diese gibt es natürlich vier mal mit verschiedenen Koordinaten.
Nach der Sprungmarke spalte1 wird der Befehl PixelSearch verwendet. Mit diesem kann man einen Bereich definieren, in dem nach einer Farbe gesucht wird. In unserem Fall 0x111111 für Schwarz. Diese Suchen wir in einem Rechteck mit den Koordinaten links oben 590,630 und rechts unten 620,660. Dieses befindet sich in der zweiten Reihe von unten und umfasst etwa immer das mittlere Drittel einer Tile wie im Screenshot zu sehen ist.

Wenn in dem genannten Bereich die Farbe nicht vorkommt, dann gibt PixelSearch einen Fehler aus den ich mit ErrorLevel abfangen. D.h. wenn ein Fehler ausgegeben wird, dann ist das Suchfeld nicht Schwarz, also Sprung zur nächsten Spalte. Ansonsten fahre ich mit der Maus an die vorgegeben Koordinaten und klicke. Die Koordinaten sind immer in der Mitte der Tile und am untersten Ende.

spalte1:
    PixelSearch, , , 590, 620, 630, 660, 0x111111, 0, Fast
    if ErrorLevel
        goto spalte2
    else
        MouseClick, left, 600, 710
        ;Send a
    return

Diese Routine wiederholt sich jetzt viel mal für jede Spalte. Nur bei Spalte 4 ist anstelle des goto auch ein return, da keine weitere Spalte folgt.

Die Suchkoordinaten, wie auch mit dem Klick Position, habe ich durch sehr langes ausprobieren eingestellt. Das sind die Stellen, an denen man schrauben muss, um den Highscore nach oben zu kitzeln.

Wie Ihr auch sehen könnt, habe ich Send a auskommentiert. Ich dachte, zuerst kann ich einfach nur die Taste klicken lassen. An Anfang ist jedoch das Spiel so langsam, dass der Bot ein schwarzes Feld doppelt erkennt und deswegen doppelt drückt. Die Maus zu positionieren und dann zu klicken hilft den Bot zu bremsen. Das ist jedoch, im späteren Verlauf, der Grund warum der Bot zu langsam ist. Hier habe ich schon eine Idee mit einem Zähler oder Timer, der ab einem bestimmten Zeitpunkt von Maus auf Tastatur umspringt und somit schneller wird.

Mit dieser Methode jedoch erreiche ich immer Highscores über 400 Punkte. Mein bisheriger Rekord ist bei 509.

Den Rekord vom Python Skript vom CodeBullet werde ich jedoch nicht so schnell erreichen, da AutoHotkey insgesamt etwas langsamer bei der Bilderkennung ist. Auch schwankt die Performance des Skriptes immens. Aber ich bleibe dran und melde mich, wenn ich einen Schritt weitergekommen bin.

Warum ich weiter mache? Weil ich auf dieses Video gestoßen bin. Das ist scheinbar auch ein AutoHotkey Bot, der sage und schreibe 9 Stunden gelaufen ist und 176.573 Tiles geklickt hat. Also muss es eine bessere Lösung geben.

Falls ich Euch inspiriert habe oder Ihr sogar Lösungsvorschläge für mich habt, dann könnt Ihr mich gerne über Twitter oder per Mail kontaktieren.

Zum Schluß der Code. Einfach als *.ahk Datei abspeichern, per AutoHotkey ausführen und das Spiel auf der Webseite öffnen.

#SingleInstance, force
#NoEnv  ; Recommended for performance and compatibility with future AutoHotkey releases.
SendMode Input  ; Recommended for new scripts due to its superior speed and reliability.
SetWorkingDir %A_ScriptDir%  ; Ensures a consistent starting directory.
CoordMode, Pixel , Client
timevar := 10

#persistent
 pause
;  timevar -= 0.23
 Settimer, spalte1, %timevar%

F1::pause
esc::exitapp

 spalte1:
 PixelSearch, , , 590, 620, 630, 660, 0x111111, 0, Fast
 if ErrorLevel
 goto spalte2
 else
 MouseClick, left, 600, 710
;  Send a
 return

 spalte2:
 PixelSearch, , , 690, 620, 730, 660, 0x111111, 0, Fast
 if ErrorLevel
 goto spalte3
 else
 MouseClick, left, 700, 710
;  Send s
 return

 spalte3:
 PixelSearch, , , 790, 620, 830, 660, 0x111111, 0, Fast
 if ErrorLevel
 goto spalte4
 else
 MouseClick, left, 800, 710
;  Send d
 return

 spalte4:
 PixelSearch, , , 890, 620, 930, 660, 0x111111, 0, Fast
 if ErrorLevel
 return
 else
 MouseClick, left, 900, 710
;  Send f
 return
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Jedi Tricks – Python – Bilder sortieren à la Tinder

Wenn man sein Mobiltelefon wechselt oder einfach mal nur aufräumen will, dann kann es passieren, dass meine einen Ordner mit hunderten von Bildern hat, von denen man jedoch nur dutzende Aufheben will. Typisch für so ein Fall ist der WhatsApp Medien Ordner.

Jetzt kann man natürlich mit IrfanView sich von Bild zu Bild klicken, anschauen und dann löschen. Das ist jedoch nicht schnell und löschen und weiterklicken geht nicht sehr flüssig von der Hand. Und Bilder, die man behalten will, bleiben dann immer „übrig“. Wenn man am nächsten Tag weiter sortieren will, stören sie.

Auf Android gibt es die App SlideBox, die das Problem wie bei Tinder löst. Sie zeigt ein Bild an, man swiped in eine Richtung um es zu löschen, in eine Andere um es zu behalten. Das geht locker von der Hand. Aber am PC gibt es sowas nicht.

Und da ich nicht nur immer sage, dass man mehr programmieren sollte, habe ich mich hingesetzt und quick und dirty etwas zusammengeschrieben.

Den Quelltext habe ich auf meinem Github abgelegt. Gerne zum Downloaden und verwenden. Es setzt Python, TKinter und OpenCV voraus. Python sollte meiner Meinung nach immer auf einem Rechner installiert sein. Ab der Version 3.x ist TKinter mit dabei. OpenCV bekommt man einfach per:

pip install opencv-python

Ich gehe hier kurz auf das Skript ein.

import tkinter as tk
from tkinter import filedialog
import os
import cv2
import sys
import shutil

# output folder
sort = "e:/pic_swipe/sort/"
todelete = "e:/pic_swipe/delete/"

Zuerst werden die benötigten Pakete importiert.

TKinter brauchen wir für den Dateidialog. OS, SYS und SHUTIL für das Dateihandling und CV2 ist OpenCV um die Bilder zu betrachten und auch die Cursortasten abzufragen und mit Funktionen zu versehen.

Dann werden die Ausgabeverzeichnisse definiert. Man braucht ein Ordner in der die zu Löschenden und in der die zu behaltenden Dateien abgelegt werden sollen. Ja, die Ordner habe ich im ersten Wurf hart reingecoded. Das Skript hat noch ein paar weitere Schönheitsfehler. Das sollte jedoch nicht stören, wir brauchen eine Abhilfe für unser Problem.

# File dialog for picing picture folder
root = tk.Tk()
root.withdraw()
file_path = os.path.dirname(filedialog.askopenfilename())

Diese Zeilen öffnen einen Dateidialog. Man wählt damit eine Bilddatei in dem zu sortierenden Verzeichnis aus. Das Verzeichnis wird in der Variable „file_path“ gesichert.

# content of picutre folder
picturelist = os.listdir(file_path)
index = 0

Damit wird das Verzeichnis ausgelesen. Der Inhalt in die Liste „picturelist“ gesichert und die Indexvariable initialisiert.

# create viewer windows, resize picture
cv2.namedWindow("image", cv2.WINDOW_NORMAL)
img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
cv2.resizeWindow('image',800, 600)
cv2.imshow('image',img)

Mit OpenCV erstellen wir das Viewerfenster und legen es auf 800×600 Pixel fest. Und laden das erste Bild (Eintrag Index 0 der Liste). Alle Bilder, die angezeigt werden, werden auch das Format „gepresst“. Ja, das verreißt die Proportionen, aber wir wollen die Bilder nicht bearbeiten, sondern nur kurz anschauen, um dann zu entscheiden, ob ins Töpfchen oder ins Kröpfchen.

while(1):
    k = cv2.waitKeyEx(0)
    if k==27:           # wait for ESC key to exit
        cv2.destroyAllWindows()
        break

Und damit sind wir schon bei der Hauptschleife. Diese läuft mit while(1) unendlich. Mit cv2.waitKexEx(0) überprüfen wir welche Taste gedrückt wird und speichern dies in die Variable „k“.

„27“ ist der Code für die ESC Taste mit der die While Schleife unterbrochen und damit das Programm beendet wird.

    elif k==2490368:    # cursor up move to delete folder
        shutil.move(str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]), str(todelete)+"/"+str(picturelist[index]))
        index += 1
        img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
        cv2.resizeWindow('image',800, 600)
        cv2.imshow('image',img)    

„2490368“ Pfeiltaste hoch. Damit verschieben wir die aktuell angezeigte Datei in den Löschen-Ordner. Erhöhen den Index um 1 und zeigen damit das nächste Bild an. Damit entsteht der Flow. Keine weitere Taste drücken um das nächste Bild zu bearbeiten.

    elif k==2621440:    #cursor down move to sort folder
        shutil.move(str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]), str(sort)+"/"+str(picturelist[index]))
        index += 1
        img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
        cv2.resizeWindow('image',800, 600)
        cv2.imshow('image',img)

„2621440“ Pfeiltaste runter. Das Bild wird in den Sortieren-Ordner verschoben und auhc hier gleich die nächste Datei angezeigt.

    elif k==2424832:    # cursor left previous picture
        index -= 1
        if index < 0:
            index = 0
        img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
        cv2.resizeWindow('image',800, 600)
        cv2.imshow('image',img)
    elif k==2555904:    # cursor right next picture
        index += 1
        img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
        cv2.resizeWindow('image',800, 600)
        cv2.imshow('image',img)
    elif k==-1:         # ignore waitkey standard input
        continue
    else:               # print every other pressed key
        print(k)    

Die restlichen Abfragen sind nur noch Makulatur. „2424832“ Pfeiltaste links um zum vorherigen Bild zu gelangen und „2555904“ Pfeiltaste rechts um zum nächsten zu kommen. „-1“ brauchen wir, da waitKeyEx die Tasten immer wieder abfragt und -1 zurückgibt, wenn nichts betätigt wird. Und zum Schluss noch eine Ausgabe, wenn man eine andere Taste drückt. Mit diesem Print sieht man den Code der Taste.

Wie man unschwer erkennen kann, fange ich zwar einen Index kleiner 0 ab, aber den höchsten Index, d.h. nach der letzten Bilddatei, nicht. Auch läuft das Skript auf einen Fehler, wenn man ein Bild verschoben hat und dann zurück (Pfeil links) auf das Bild springt. Das ist dann nicht mehr da und OpenCV steigt mit einem Fehler aus.

Es gibt also noch ein paar Dinge zu erledigen. Z.B. den Code zum Bildanzeigen habe ich 5 mal „getippt“, dass schreit förmlich nach einer Subroutine.

Ihr könnt euch gerne austoben und auf mein Git die Änderungen commiten.

Bei Fragen könnt Ihr Euch gerne an mich wenden. Unten werde ich das komplette Skript nochmals einfügen, eine aktuellere Version werdet Ihr immer auf Github finden.

Viel Spaß mit dem Skript und beim Sortieren der Bilder.

import tkinter as tk
from tkinter import filedialog
import os
import cv2
import sys
import shutil

# output folder
sort = "e:/pic_swipe/sort/"
todelete = "e:/pic_swipe/delete/"

# File dialog for picing picture folder
root = tk.Tk()
root.withdraw()
file_path = os.path.dirname(filedialog.askopenfilename())

# content of picutre folder
picturelist = os.listdir(file_path)
index = 0

# create viewer windows, resize picture
cv2.namedWindow("image", cv2.WINDOW_NORMAL)
img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
cv2.resizeWindow('image',800, 600)
cv2.imshow('image',img)

while(1):
    k = cv2.waitKeyEx(0)
    if k==27:           # wait for ESC key to exit
        cv2.destroyAllWindows()
        break
    elif k==2490368:    # cursor up move to delete folder
        shutil.move(str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]), str(todelete)+"/"+str(picturelist[index]))
        index += 1
        img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
        cv2.resizeWindow('image',800, 600)
        cv2.imshow('image',img)
    elif k==2621440:    #cursor down move to sort folder
        shutil.move(str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]), str(sort)+"/"+str(picturelist[index]))
        index += 1
        img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
        cv2.resizeWindow('image',800, 600)
        cv2.imshow('image',img)
    elif k==2424832:    # cursor left previous picture
        index -= 1
        if index < 0:
            index = 0
        img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
        cv2.resizeWindow('image',800, 600)
        cv2.imshow('image',img)
    elif k==2555904:    # cursor right next picture
        index += 1
        img = cv2.imread(filename = str(file_path)+"/"+str(picturelist[index]))
        cv2.resizeWindow('image',800, 600)
        cv2.imshow('image',img)
    elif k==-1:         # ignore waitkey standard input
        continue
    else:               # print every other pressed key
        print(k)    
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Porrada Geek! #4

Wie in meiner Instagram Story erwähnt habe ich es dann auch gewagt in Dojo zu gehen. Der versprochene Besuch kam nicht, dafür habe ich mitbekommen was „Open Mat“ ist. Auf jeden Fall etwas, dass nicht zu unterschätzen ist. Erst recht nicht von mir, der davor nur 3 Mal überhaupt im Training war. Das war mein Fehler. Ich war einfach noch nicht so weit und habe mir bei dem Spektakel die linke Rippe geprellt.


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Jedi Tricks – Notepad++ – Zeilen mit bestimmten Wort finden/löschen/kopieren

Immer mal wieder steht man vor der Aufgabe aus langen Listen etwas herauszufischen. Zum Beispiel alle E-Mail Adressen aus einem Excel Dokument oder alle Telefonnummern aus einer CSV Datei. Ich muss aus Datenbankauszügen die Zeilen mit den bestimmten Lizenzen weiterverarbeiten und auch manchmal alle Links zu Bildern oder Filme aus einer HTML Site oder XML Struktur herausfinden.
Je nach Aufgabe, ist es nicht immer Ratsam sofort einen Parser zu schreiben. Besonders wenn es sich um eine einmalige Sache handelt. Viel schneller kann man mit dem folgenden Trick im Notepad++ eine Batchdatei oder ein „Skript“ basteln.
Nehmen wir mal als Beispiel eine RSS Feed Datei eines Kurses der Uni Erlangen von Professor Kohlhase den ich nur wärmstens empfehlen kann. Diese beinhaltet im Body alle Element im folgenden Format.

<item>
  <title>1 – Künstliche Intelligenz I 2017/2018</title>
    <itunes:duration>01:23:51</itunes:duration>
    <enclosure url=“http://itunes.video.uni-erlangen.de/get/file/29771.m4v?src=itunesu“ length=“1682454663″ type=“video/mp4″  />
  <guid isPermaLink=“false“>/data/2017/10/19/FAU_W17_KII_ClipID_8350/20171019-KII-Kohlhase-Combined-H.264-1920×1080.m4v</guid>
  <pubDate>Thu, 19 Oct 2017 00:00:00 +0200</pubDate>
  <itunes:author>Prof. Dr. Michael Kohlhase</itunes:author>
  <itunes:keywords></itunes:keywords>
  <itunes:subtitle>Künstliche Intelligenz I</itunes:subtitle>
  <itunes:summary></itunes:summary>
  <itunesu:category itunesu:code=“101102″ />
  <itunes:order>1</itunes:order>
</item>
<item>
  <title>1 – Künstliche Intelligenz I 2017/2018</title>
    <itunes:duration>01:23:51</itunes:duration>
    <enclosure url=“http://itunes.video.uni-erlangen.de/get/file/29817.m4v?src=itunesu“ length=“1682499721″ type=“video/mp4″  />
  <guid isPermaLink=“false“>/data/2017/10/19/FAU_W17_KII_ClipID_8350/20171019-KII-Kohlhase1-H.264-1920×1080.m4v</guid>
  <pubDate>Thu, 19 Oct 2017 00:00:00 +0200</pubDate>
  <itunes:author>Prof. Dr. Michael Kohlhase</itunes:author>
  <itunes:keywords></itunes:keywords>
  <itunes:subtitle>Künstliche Intelligenz I</itunes:subtitle>
  <itunes:summary></itunes:summary>
  <itunesu:category itunesu:code=“101102″ />
  <itunes:order>1</itunes:order>
</item>

In der ganzen RSS Datei ist eigentlich nur der Link zur Video Datei wichtig, denn das ist zumindest ein Teil der URL um diese z.B. per wget downzuloaden. Deshalb müssen wir die Zeilen identifizieren, markieren und aus der großen RSS Datei herausholen.

Identifizieren
Wie man in dem Auszug sehen kann ist ein Teil der URL in den Zeilen mit dem Schlüsselwort „isPermaLink“. Wichtig ist, dass dieses Schlüsselwort in allen gewollten Zeilen vorkommt. Und besser ist es, wenn es in keinen weiteren Zeilen erscheint. Dann braucht man das Ergebnis nicht nochmal filtern.

Markieren
Dafür verwenden wir zwei Funktionen im Notepad++. Die Erste ist im Suchen Menu (STRG+F) die Hervorheben Funktion im gleichnamigen Reiter.
Wir suchen nach „isPermaLink“ und achten auf die markierten Optionen. „Lesezeichen setzen“ ist wichtig für die zweite Funktion, die wird verwenden werden. Damit werden alle Zeilen zur Weiterverarbeitung markiert. Die zweite Option „Für jede Suche löschen“ bedeutet, dass man vorhandene Lesezeichen beim Klick auf „Alle Markieren“ löscht und durch die neue Auswahl ersetzt. Man kann natürlich dies auch verwenden, wenn man zwei unterschiedliche Suchkriterien hat um alle Zeilen zu markieren. Dann sucht und markiert man zuest mit dem einem Kriterium die Zeilen, dann mit dem Nächste und addiert sozusagen die Lesezeichen. In unserem Fall ist das nicht notwendig.
Die markierten Zeilen werden durch einem blauen Punkt neben der Zeilennummer dargestellt.
Kopieren/Herausholen
Und damit ist auch schon fast alles gemacht. Im Suchen Menü gibt es eine Untermenü Lesezeichen, das unsere zweite Funktion beinhaltet. Darin sind auch weitere Funktionen, die keine Wünsche offen lassen. Mit diesen kann man die markierten Zeilen löschen, kopieren, ausschneiden, ersetzen usw.
In unserem Fall „Zeilen mit Lesezeichen kopieren„. Damit werden alle Zeilen in die Zwischenablage gelegt und wird können einfach ein neues leeres Dokument erstellen und alle Zeilen einfügen.
Mit der Funktion Ersetzen (STRG-H) und unseren Jedi Trick für Pre- und Suffixe sollte es jetzt kein Problem sein aus

das
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dies

zu erstellen. Dieses neue Datei dann als Batchdatei abspeichern und ausführen. Das „–no-check-certificate“ ist für den Download auf dem Server der Uni Erlangen notwendig, das ist nicht immer der Fall.
Hier fällt mir auf, dass ich euch noch gar nicht erklärt habe, wie man z.B. in einer Zeile 7 Zeichen am Ende löscht. Der nächste Jedi Trick – Notepad++ kommt.
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