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Schlagwort: IoT

Big Bad Wolf Data

Ich habe am Dienstag, den 27.02. einen Vortrag über Big Data besucht. Es war ein Volkshochschul Vortrag mit dem Titel „Der digitale Umbruch – Big Data“. Jetzt sagt Ihr berechtigterweise. Massimo, auf einen VHS Vortrag geht man nicht. Erstrecht nicht mit deinem Basiswissen. Was kannst du denn da lernen? Aber ich liebe es zu erfahren wie andere Personen das Thema behandeln und noch viel wichtiger, wie das Publikum auf diese Themen reagiert. Denn, und das wisst Ihr genau, dank Big Data und der Datensammelwut lebt jeder von uns online in einer Blase. Und aus dieser sollte man sich manchmal befreien.
Und so kam es, dass ich mich unters „Volk“ gemischt habe. Die erste Überraschung war, das ich das Durchschnittsalter drastisch nach unten gesenkt habe. Und das obwohl ich auch schon die 40 deutlich überschritten habe. Die Zweite war der Dozent. Ein sehr sprach gewandter Mann, der nicht zum ersten Mal einen Vortrag gehalten hat. Saubere Übergänge und Spannungsbögen und immer im Kontakt mit dem Publikum.
Auch habe ich interessante Informationen aufgenommen. Er hat sich dem Thema Datensammelwut und Auswertung durch Big Data mit dem Beispielen „Überraschende Trump Wahl“ und den „nicht erwarteten Brexit“ genähert. Es sind Namen wie Gustave Le Bond mit seinem Buch Psychologie der Massen und Michal Kosinski mit seiner App myPersonality auf Facebook gefallen. Die daraus entwickelte OCEAN Methode und Firmen wie Cambridge Analytica die das angewendet hat. Es ist erschreckend und wenn man das alles auch noch geballt in 2 Stunden hört, dann ist es noch „brutaler“.
Und genau das war das größte Problem an dem Vortrag. Es ging nämlich nur in diese Richtung. Nachdem das Publikum schon negativ angeheizt war, wurden noch mehr Schreckensszenarien dargestellt. IoT und die Vernetzung der Autos und Straßen zur vollständigen Überwachung des Bürgers, ausgeschalteten Smartphones die trotzdem Bewegungsdaten aufnehmen, die komplette Transparenz der Personen in Soziale Medien, das Sammeln und Verkaufen von medizinischen Daten und der Verlust allem persönlichen Freiraums, der Privatsphäre und unserer Freiheit.

Ich weiß, das ist alles machbar und für totalitäre Staaten das neue Machtinstrument. Aber noch leben wir hier in Deutschland. Und ich hätte von so einer Veranstaltung erwartet, dass sie diese Szenarien aufzeigt um zu Informieren aber auch auf der anderen Seite auch die Vorteile und guten Aspekte dieser neuen Technologie aufzeigt. Besonders im medizinischen Bereich da der komplette Saal mit Menschen des älteren Semesters gefüllt war. Und so verließ ich die Veranstaltung eher mit einer negativen Stimmung.
Auf der anderen Seite habe ich mehrere Ideen bekommen. Vielleicht sollte ich so einen Vortag geben. „Big Data – The good and the bad“. Und auch Kurse wie diese Menschen sich schützen können und eine Medienkompetenz aufbauen. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

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