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Massimo Castell Beiträge

Porrada Geek! #39

Neue Woche, neues Kapitel. Diesmal geht es zurück zu den Basics. Oder wie man so schön sagt Fundamentals. Das Wort Postura habe ich in meiner kurzen BJJ Laufbahn öfter gehört. Meistens vom Trainer während des Sparrings. Und mit der Zeit macht man sich einen Reim, was das Wort bedeuten könnte, jetzt wurde es uns erklärt. Und wie es im BJJ so ist, natürlich zuerst nur die Grundpfeiler.
Ich war auch sehr überrascht, wie effektiv das sein kann, wenn man sich daran hält. Die ganze Stunde drehte sich nur um die Abwehr der Armbar in der Closed Guard. Man macht es dem Gegner richtig schwer nur durch die richtige Haltung und damit das Gewicht an der richtigen Stelle.
Im Sparring klappte es auch gut, natürlich in der Abwehr. Beim Angriff, meinen Versuchen den Gegner in die Armbar zu bekommen, ging es dagegen um so schwerer. Aber es hat diesmal richtig Spaß gemacht. Und deswegen bin ich auch ausgepowert. Normalerweise merke ich am Morgen nach dem Training nicht so viel, außer heute.

Oss!

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Porrada Geek! #38

Ich habe ja schon geschrieben, dass das Erlernen von Jiu-Jitsu, wie das Erlernen einer neuen Sprache ist. Damit waren die Bewegungsabläufe gemeint, jedoch geht es auch um die Benennungen. Von Americana und Kimura zu Magic Grip und Paper Cutter. Hier ist der Kopf nicht nur gefordert die Bewegungen zu erlernen. Das Schöne dabei ist, dass die Begriffe auch manchmal die „Funktion“ beschreiben. Der Magic Grip ist ein Griff an den Gi des Gegners, das um dessen Handgelenk gelegt wird. Dadurch ist er wie durch Magie gefesselt. Und der Paper Cutter ist wie die Bewegung an diesen Papierschneidegeräten, nur dass man den Kragen des Gegners festhält und den Arm auf dessen Hals hat. Das ist dann eher ein Throat Cutter. Diese neuen Bewegungen haben wir an die Bewegungen von letztem Mal angehängt.

Zum Aufwärmen haben wir diesmal ein Bewegungsablauf aus der Selbstverteidigung gemacht. Unter einem Haken ducken und an den Gegner rangehen. Die Hüfte umschließen und den Gegner zu Boden bringen. Der Ablauf hat mir ganz gut gefallen. Und durch das ständige Runter und wieder hoch bin ich auch gut warm geworden. Und eine kurze Einweisung, wie ich einen Haken schlagen sollte, habe ich auch bekommen.

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Porrada Geek! #37

Die Mittwoch-Trainingstage fallen mir immer etwas schwerer. Die Ruhepause zum Montag ist kurz und meine alten Knochen wollen sich noch nicht auf das geforderte Fitnesslevel einstellen. Ich muss jedoch auch zugeben, dass ich meine Morgenroutine seit der „harten“ Phase meines Schnupfens sträflich vernachlässigt habe. Das kann so nicht weitergehen.

Weiter ging es mit den Armbars oder besser gesagt Submissions aus der Side Control heraus. Diesmal kam der Americana Griff dran. Der hat mir sehr gut gefallen. Meine Trainingspartnerin war nicht so lang wie ich und deswegen hatte ich Schwierigkeiten meine langen Armen um Ihr kürzeren zu positionieren. Aber es klappte ganz gut.

Das Problem mit dem „nicht verwendeten Gewicht“, das ich im letzten Post erwähnt habe, war immer in meinem Hinterkopf. Und ich denke, beim Sparring habe ich auch gut darauf geachtet. Wobei mir fatale Fehler unterlaufen sind. Ich wurde sogar einfach über den Kopf geworfen. Wenn man schon sein Gewicht einsetzt, dann sollte man das auch auf dem Gegner machen und nicht in einer Position die Vorteilhaft für den Gegner ist.

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Porrada Geek! #36

Mein Trainer ist zurück und es geht im gewohnten Gang weiter. Für das Training unserer Blaugurte möchte ich mich jedoch bedanken, das war sehr gut. Solltet Ihr Interesse an BJJ haben und es gibt keinen Schwarzgurt in Eurer Nähe, dann nicht verzweifeln. Wenn der Trainer motiviert ist, dann ist die Gürtelfarbe egal. Wie ich schon geschrieben habe ist Brazilian Jiu-Jitsu wie eine neue Sprache zum Lernen. Am Anfang kann Dir jeder helfen, der die andere Sprache spricht. Man braucht die Basis, die Nuancen kommen später.

Das neue Thema schließt nahtlos an. Es geht mit der Side Control weiter, jedoch diesmal Konzentration auf den oberen Part und was dieser manchen kann. Wir haben die Armbar am Near Arm und am Far Arm geübt. Und das auch im Positionssparring vertieft. Ein Punkt hat sich durch mein ganzes Training gezogen. Ich bin immer noch sehr zurückhaltend was mein Gewicht betrifft. Unterbewusst halte ich mein Gewicht weg vom Gegner, in dem ich mich zum Beispiel auf meinen Knien aufstütze oder es auf das Bein verlagere, das nicht auf dessen Körper ist. Dadurch ist er immer beweglicher oder kann mich aus der Balance bringen. Und ich höre manchmal einfach zu früh auf. Da habe ich echt noch space for improvement.

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Porrada Geek! #35

Wie schon beim letzten Mal geschrieben, haben wir das Kapitel Escapes aus der Side Control heute zu Ende gebracht. Nur war die Wiederholung nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Wir sind alle 6 Escapes im Schnelldurchlauf durchgegangen, zu schnell für mich. Und danach haben wir 6 Stationen erstellt und haben an jeder Station 3 Minuten unten und 3 Minuten oben mit wechselnden Partnern geübt. Also eigentlich habe ich Alle genügend ausgeführt. Jedoch weiß ich nicht, ob ich die wiedergeben kann. Zu viel Input bei den Escapes die ich nicht im „normalen“ Training mitbekommen habe. Mein Notizbuch wird mit hoffentlich helfen alles zusammenzubekommen.

Meine Kondition ist immer noch meine Schwachstelle. Ich sollte unbedingt etwas dagegen machen. Ich fühle mich älter, als ich bin nach dem Aufwärmen.

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Porrada Geek! #34

Nach zwei Wochen bin ich endlich wieder in Training gegangen. Die Erkältung, dich ich seit gefühlt Weihnachten mit mir herumschleppe, ist ausgebrochen. Einen Tag war ich komplett außer Gefecht gesetzt und den Rest bin ich mit dumpfem Kopf und Triefnase durch die Gegend gelaufen. Und trotzdem habe ich es noch nicht komplett überstanden. Das habe ich wieder beim Aufwärmen und später beim Sparring gemerkt. Bin auf dem Muskelkater morgen gespannt.
Über die Osterferien, die gerade sind, ist mein Trainer in Brasilien. Deswegen wurde das Training von einem unserer Blue Belts übernommen mit dem kompletten Curriculum Escape aus der Sidecontrol. Das habe ich jetzt leider verpasst. Zum Glück hat er gestern 3 der 7 Bewegungen im Drill durchführen lassen, damit konnte ich diese üben. Dafür habe ich mir auch gleich einen anderen Blue Belt geschnappt, um so die verlorenen Informationen besser zu bekommen. Und am Montag will er uns die Letzte und einen Schnelldurchlauf durch alle 7 geben. Dann bin ich doch nicht so ganz im Tal der Unwissenden.

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Porrada Geek! #33

Heute haben wir das Thema Escape aus der Side Guard abgeschlossen. Da unser Trainer über Ostern für zwei Wochen nach Brasilien geht, rundete er es mit zwei Sahnehäubchen ab. Die Calf Slicer und die Banana Split Submission. Beide haben den gleichen Anfang wie alle unsere Übungen in diesem Themenblock. Knee Shield, einducken in die Half Guard, mit dem Kopf Auftauchen um in die Turtle Position zu landen. Ich hoffe doch, das ist die Turtle Position und nicht etwas anderes.

Beide Submissions greifen die Füße an, um diese in einen Lock zu bekommen. Der Calf Slicer den rechten Fuß des Gegners. Am Ende hält man den Fuß fest und gleichzeitig drückt man in mit dem noch vorhandenen Hook und der Kraft des Rückens und der Hüfte weg. Das verursacht einen massiven Druck auf das Schienbein und das Knie des Gegners.
Beim Banana Split greift man den linken Fuß des Gegners. Nach einer Rolle auf den eigenen Rücken hält man den rechten Fuß noch mit dem Hook. Vom linken Fuß greift man jetzt den Oberschenkel des Gegners. Dieser liegt jetzt mit weit auseinandergezogenen Schenkeln über einem und wird so in den Spagat gezwungen.  Deswegen Banana Split und das ist schmerzhaft.

Beim Positionssparring habe ich dann wieder fleißig versucht das gelernte umzusetzen. Das stellt sich jedoch immer komplizierter heraus. Schon alleine die explosive Brücke durchzuführen, um sich Platz zu verschaffen, den Gegner gesichert im Knee Shield zu halten oder auch nur in der dominanten Full Guard weiterzumachen und einen Vorteil zu bekommen. Ich habe da immer noch ein dickes Fragezeichen im Gesicht.

Zusätzlich bin ich immer im Berserker-Modus und powere mich komplett aus. Nach 2-3 Runden (2 Minuten oben, 2 Minuten unten) bin ich dermaßen kaputt, dass ich nur noch liegen bleiben will. There is space vor improvement.

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Porrada Geek! #32

Neues Kapitel. Escape aus der Side Control. Doch davor gab es den Drill der „Drillinge“ vom letzten Mal. Und wieder konnte ich erleben, dass Übung den Meister macht. Die Abläufe liefen besser ab, wenn auch immer noch sehr langsam und holprig.

Der neue Escape war vom Bewegungsablauf nicht allzu kompliziert. Der Gegner ist auf einem und hat den Cross Face. Man blockiert mit der einen Hand die Schulter. Mit der Anderen dreht man seinen Kopf in die Gegenrichtung. Dann dreht man die eigene Hüfte leicht nach Außen, um den Escape vorzubereiten. In einer Bewegung geht man in die Brücke, schiebt den Kopf des Gegners auf die Seite der blockierten Schulter um sich Platz zu schaffen mit einem kurzen Hip Escape das Knie an die Hüfte und damit zwischen sich und dem Gegner zu bekommen. Danach streckt man den Rücken, um aus der Klammerung des Gegners zu kommen und hebt das Knie hoch zum Knie Shield an seine Schulter. Damit wäre man wieder in der Eingangsposition zu den Drillingen.

Ich habe nur einen Kommentar im Augenblick dazu. Meine Beine sind zu lang für meine unbewegliche Hüfte. Dieser Escape ist mal wieder eine Herausforderung für mich. Das habe ich auch schon beim Aufwärmen gemerkt. Wir haben natürlich zur Vorbereitung der Übung entsprechende Aufwärmungsübungen gemacht. Ich habe mich schon lang nicht mehr so unbeweglich gefühlt. Diese werden an jetzt Bestandteil meiner Morgenroutine werden.

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Porrada Geek! #31

Heute haben wir das Thema Half Guard zu Ende gebracht. Aus der Closed Guard mit dem Knee Shield ran an den Gegner in die Half Guard. Und von dort aus in drei Varianten weiter.Einmal über den Dogfight den Gegner auf dem Rücken bringen. Das waren die Übungen aus meiner Fehlwoche. Dank einer Schnelleinweisung mir jetzt nicht mehr unbekannt, jedoch in der Umsetzung hapert es.
Der zweite Weg ist, wenn der Gegner den Kopf umfasst. Dann bringt man sein Gewicht auf seine Hände und rollt unter seinem Schwerpunkt über den eigenen Rücken in die Side Mount. Ja es für mich auch so komplex wie es sich gerade für euch anhört.
Der dritte Weg war das Thema von letztem Mittwoch. Mit dem Kopf auftauchen und den Gegner auf dem Bauch bringen, um in die Rear Mount zu kommen. Auch wenn es diesmal ein wenig besser klappte, ich habe mit meinen langen Beinen noch echte Probleme nicht an den Gis und Gürteln meiner Gegner hängenzubleiben.

Das Sparring schlaucht mich immer noch. Ich zwinge mich zwar keine Runde auszusetzen, jedoch nach zwei Runden bin ich kaum noch zu gebrauchen. Dann baue ich auch mental ab. Meine dritte Runde habe ich mit einem der Neuen gemacht. Ich könnte jetzt nicht von mir behaupten, dass ich ihn überlegen war. Für mich ist das ein Zeichen, dass ich immer noch zu analytisch die Sache angehe.  Nun ja, dafür bin ich ja im Training.

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Porrada Geek! #30

Ich habe mich zu einer Zwangspause entschlossen. Die Erkältung, die ich herumschleppe, wollte ich auskurieren. Wie es aussieht, ist das immer noch nicht der Fall. Wieder war ich im Training komplett kaputt auch total durchgeschwitzt. Ich muss wohl mit härteren Bandagen kämpfen dagegen ankämpfen.
Ansonsten war das Training gut. Am Montag wurde mit einem neuen Kapitel begonnen. Aus der Closed Guard in die Side Mount. Der Bewegungsablauf war echt wieder eine Herausforderung, ich konnte mich jedoch gut schlagen. Mein Trainingspartner hatte auch Lob für mich. Dies hat mich aufgebaut nach 1 1/2 Wochen Pause.
Am Ende wurde das Positionssparring neu aufgestellt. Es waren 4 „Stationen“ und der Rest hat in einer Reihe gewartet. Wenn eine Paarung eine Endposition erreicht hat, wechselte der aus der Reihe durch. Nach einer bestimmten Zeit wechselte derjenige in der Station durch. Die Wartezeit in der Schlange, die mich am Anfang ein wenig gestört hat, wurde gegen Ende mein bester Freund.
Apropos Warteschlange. Ich war überrascht, wie viele wir jetzt im Kurs sind. Ein paar neue Gesichter und irgendwie waren auch alle da. Das waren echt ne Menge Leute.

Meinen kaputten ersten Gi habe ich auch in der Zwischenzeit zurückgeschickt. Ich bin, was das betrifft, eigentlich ein sehr sentimentaler Mensch. Aber ich habe mich überwunden. Einem alten Hund kann man doch Tricks beibringen. Der Support von BJJFightgear.com war auf jeden Fall sehr hilfreich und zuvorkommend. Und ein besseres Modell plus ein neuer Gürtel sind dank Rabatt ohne Aufpreis schon auf dem Weg zu mir.
Letzten Mittwoch hätte ich übrigens sowohl das 30. Training wie auch, fast auf den Tag, ein halbes Jahr BJJ gehabt. Aber ich will ja nicht sentimental sein. =)

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